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Kapelle St. Margrethen

Beschreibung
Diese Restaurierungsarbeit wurde von den Kirch- und Einwohnergemeinden Nottwil und Sursee, von Kanton und Bund sowie von Privaten finanziell unterstützt. Im Innern der Kapelle finden sich im oberen Teil der Seitenwände Reste des gotischen Margrethenzyklus (Wandmalerei). An der hölzernen Architektur des spätbarocken Altars wurden die Übermalungen entfernt und die Originalfassung des 18. Jh. freigelegt. Die geschnitzten Figuren der Heiligen Margarete, Sebastian und Rochus (er stammt aus dem 16. Jh.) wurden gereinigt und konserviert, ebenso die Leinwandbilder des Rosenkranzzyklus an den Wänden. Ungewohnt sind die beweglichen Stühle anstelle der über Jahrhunderte vertrauten festen Bänke.
Auf letztere wurde verzichtet, weil die Kapelle in Zukunft nicht nur Gläubigen und Passanten der Pfarrei Nottwil und seiner Nachbarspfarreien dienen soll, sondern auch den oftmals auf den Rollstuhl angewiesenen Patienten des nahen Paraplegiker Zentrums. Aus der frühen Geschichte der Kapelle. Aufgrund fehlender Schriftquellen vor dem Jahr 1275 über die Kapelle St. Margrethen kann nichts Konkretes über die Stifter des Sakralbaus zwischen See und Wald ausgesagt werden. (Die kleine Siedlung war früher unter dem Namen Tann bekannt.) 1275 als "ecclesia in Tannen" im Dekanat Oberkirch aufgeführt, erhielt die Kapelle 1295 mit dem Ritter Ulrich von Rinach erstmals einen Kirchherren.

Gegen Ende des 14. Jh. kam es in Tann zu einem grundlegenden Neubau, der im Grundriss der heutigen Kapelle entspricht. Diesem vermutlich durch die Herren von Rinach errichteten Gebäude (möglicherweise als Grablege gedacht) lassen sich einige Bestattungen zuordnen: Mitten im Innenraum fanden sich die Überreste eines etwa 52- bis 57jährigen Mannes mit schauerlich zertrümmertem Schädel. Offenbar hatte sich ihm eine lanzenartige Waffe quer durch den Kopf gebohrt. Ob wohl einer der fünf in der Schlacht bei Sempach gefallenen Herren von Rinach hier begraben liegt? Vom Margrethenpatrozinium erfährt man erst 1439. Die Heilige Margarethe, eine Gestalt aus dem Kreis der 14 Nothelfer, wurde als wichtige Patronin der Schwangeren und Gebärenden verehrt. Bis in die Neuzeit war jede Geburt angesichts des damaligen medizinischen Kenntnisstandes ein grosses Risiko für Mutter und Kind.

Im Spätmittelalter
1474 wurde die Kapelle von den Herren von Rinach an die Sebastiansbruderschaft von Sursee übertragen. Der Daseinszweck solcher Bruderschaften war in erster Linie die Garantie eines standesgemässen christlichen Begräbnisses und eines kontinuierlichen Gebets für die lebenden und verstorbenen Mitglieder. Bruderschaften wurden meist durch Gewerbe und Zünfte, aber auch von Vertretern der Oberschicht, Bürgern und Adligen gegründet, die dann den Heiligenaltar stifteten. 1479 wurde die alte Kapelle durch einen Neubau ersetzt.

Barock und Neuzeit
Nach dem Neubau wurde die Kapelle vom Sebastianskaplan versehen, mit einer Messe alle zwei Wochen. Im späteren 17. Jh. wurde der Bau einer Barockisierung unterzogen. Der Eigentümer des zugehörigen Hofes zwischen Strasse und See wurde zu Sigristen- und Messdiensten verpflichtet.
1804 wurde die Pfarrei Nottwil geschaffen. Nachdem einige Höfe auf dem Berg ihr Verbleiben bei der Pfarrei Buttisholz durchsetzen konnten, wurde Nottwil 1807 unter anderem mit der Zuteilung des Hofes Ober-St.-Margrethen entschädigt. Nach jahrelangen Streitigkeiten über die Grenzziehung (die Kapelle selber gehörte immer noch zu Sursee) übernahm um 1820 die Pfarrei und Gemeinde Oberkirch die nördlich der Kapelle liegenden Höfe und Häuser des Weilers. Bis 1970 wurde die Kapelle von der Pfarrei Sursee verwaltet und versehen. 1972 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.Im Zusammenhang mit dem Ende der 80er Jahre entstandenen Paraplegiker Zentrums und der Stiftungsgründung (1990) wurde die Kapelle in die Gemeinde Nottwil integriert. (Quelle: Archäologische Schriften Luzern, Februar 1993, Jürg Manser II.a.)

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