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Familienalltag – Ratgeber

Liebe Eltern

Durch die aktuelle Situation, hat sich zurzeit, alles verändert. All die gewohnten Abläufe sind nicht mehr oder nur bedingt möglich. Sie als Eltern sind besonders belastet und gefordert. „Wie kann ich gelassen und emotionale stark bleiben, wenn sich alles um uns bewegt – oder nicht mehr bewegt?“

Gerne möchten wir Ihnen jeweils einmal pro Woche über die Homepage der Schule, ein paar Gedanken und Ideen zukommen lassen, um die Zeit - während der Notstand ausgesprochen wurde - im kleinen Familiensystem gut zu gestalten.

Tipps und Tricks zur Bewältigung von herausfordernden Situationen im Alltag (Teil 1) - 25.03.2020

Wenn der Geduldsfaden zu reissen droht

Tipps für die Alltagsgestaltung:

  • Geben Sie Ihrem Kind Halt, Sicherheit und Orientierung, indem Sie fixe Zeiten für den Tagesablauf erstellen: Aufstehen, Mahlzeiten, lernen, Aktivität, Bewegung. Besprechen Sie diese Abläufe gemeinsam mit Ihrem Kind.
  • Vereinbaren Sie realistische Ziele. Nehmen Sie die Ideen aller Familienmitglieder auf.
  • Lassen Sie „Langeweile“. Sie sind nicht zuständig für eine Dauerbespassung des Kindes.
  • Ermöglichen Sie Ihrem Kind täglich mindestens eine Aktivität im Freien: z.B. Streifzug durch den Wald, Velofahren, Joggen, Spaziergang, Spielen.
  • Achten Sie auf beziehungsstärkende Rituale und Spiele im Alltag: Begrüssungsritual am Morgen, Kuscheln, Spiele, gespielte Zweikämpfe, usw.
  • Beziehen Sie Ihr Kind in Haushaltsaufgaben mit ein. Solche Aufgaben unterstützen ein Wir-Gefühl in der Familie.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Vorgänge, über den nationalen Notstand. Sprechen Sie mit ihm über seine Ängste und Gefühle.
  • Machen Sie mehr von dem, was guttut. Vergessen Sie Ihren Humor nicht. Drücken Sie ab und zu ein Auge zu 
    Emoji - zwinker

Herzlich, Schulsozialarbeit Nottwil

Tipps und Tricks zur Bewältigung von herausfordernden Situationen im Alltag (Teil 2) - 1.04.2020

Wenn der Geduldsfaden zu reissen droht

Selbstberuhigung – Selbststabilisierung 

Auch Erwachsene werden von Gefühlen überrollt und der Geduldsfaden droht zu reissen. Durch ihre eigene Ruhe vermitteln Sie Ihrem Kind Zuversicht und Sicherheit. Die untenstehenden Tipps wirken positiv auf ihre Selbstregulation - Selbststabilisation: 

  • Sprechen Sie über Ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse.
  • Suchen Sie Lösungen, welche für Sie persönlich stimmen.
  • Zählen Sie langsam auf zehn.
  • Atmen Sie 5 Sekunden ein, danach wie durch ein Röhrli 5 Sekunden wieder aus. (Gehirn braucht Sauerstoff) 
  • Trinken, essen, Kaugummi kauen; Schluck- und Kaubewegungen wirken entspannend auf unser Gehirn.
  • Wechseln Sie sich in der Betreuung Ihrer Kinder (wenn möglich) immer wieder ab.
  • Laden Sie in Ihrer freien Zeit ihre geistigen und emotionalen Batterien auf. Machen Sie was Ihnen gut tut.
  • Zur Stärkung des Immunsystems ist es wichtig, sich für kurze Zeit im Freien zu bewegen, sei es auf kurzen Velofahrten oder Spaziergängen (unter Berücksichtigung der Verhaltensregeln des Bundes).
  • Bewegen Sie sich, ein paar Schritte laufen ist auch in der Wohnung möglich.
  • Etwas machen (haushalten, werken, schreiben usw.) signalisiert dem Gehirn Handlungsfähigkeit.
  • Weitere Ideen auf der App body2brain (Körperübungen) und www.elternbildung.lu.ch

Herzlich, Schulsozialarbeit Nottwil

Tipps und Tricks zur Bewältigung von herausfordernden Situationen im Alltag (Teil 3) - 8.04.2020

Wenn der Geduldsfaden zu reissen droht

Verhalten und Kommunikation in angespannten Situationen

Konflikte sind ein natürliches und normales Ergebnis in allen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Springteufel

Mit dem Bild des «Springteufels» können wir Emotionen gut erklären. In der Kiste sind die Primäremotionen, welche nicht sichtbar sind und tendenziell eine lähmende Wirkung haben. Als Sprungfeder zeigen sich die Sekundäremotionen (Wut/ Ärger/ Zorn), welche Energie für Veränderung bringen. In herausfordernden Situationen sehen wir oft nur die herausfordernden Verhaltensweisen. Wenn wir konstruktiv Einfluss auf das Verhalten nehmen wollen, ist es wichtig, auf die Primäremotion und die daraus ergebenden Bedürfnisse einzugehen. Was für eine Not steht hinter der Aggression?

Was heisst das konkret? Mögliche Ideen für das Deeskalieren einer angespannten Situation:

  • Der Mensch kann bei hoher Anspannung nicht klar denken! Auch die Wahrnehmung der «beobachtenden» Personen einer solchen Situation ist stark eingeschränkt! 
  •  Bewusstsein schaffen: Jeder Mensch trägt einen «Springteufel» in sich. Eigener «Springteufel» zuerst regulieren. (Selbstberuhigung) 
  •  Kontaktaufnahme zum Kind herstellen: «Stopp», «Name» 
  • Eingehen auf die Gefühle, z.B.: «…das macht dich so richtig wütend…» 
  • Anspannung aushalten und damit signalisieren, dass wir in Beziehung bleiben. «du darfst wütend sein, ich bin für dich da und gebe dir Halt»
  • Wenn das Kind vor mir zurückweicht, mache ich auch einen Schritt zurück. Damit verhindere ich, dass das Kind seine Aggression auf mich richtet. 
  • Zeit lassen, Druck wegnehmen, Anforderungen reduzieren. 
  • Klar bleiben (was ist möglich, was nicht). 
  • Kurze, klare Sätze, wenig Worte verwenden. 
  • Sagen, was das Kind machen soll. 
  • Erholung/ Rückzug ermöglichen. 
  • Trauer/ Schuldgefühle gemeinsam aushalten. 
  • Fragen und Erklärungen erst zu einem späteren, entspannten Zeitpunkt aufgreifen. (Emotion vor Kognition)

Herzlich, Schulsozialarbeit Nottwil

Ideen für den Alltag daheim

Den langen Alltag mit der Schulschliessung mit Fernunterricht zu organisieren und alles unter einen Hut zu bringen, ist für alle eine grosse Herausforderung. Vielleicht helfen Ihnen diese Ideen, die hier aufgeschaltet werden.

Förderideen für Zuhause (KG bis 2. Klasse) - 30.03.2020

(zusammengestellt vom Heilpädagogischen Früherziehungsdienst Sursee)

Tipps für den Alltag:

  • Alltag strukturieren, sich wiederholende Rituale einbauen. Beispielsweise gemeinsames Znüni, Hände waschen vor jeder Mahlzeit, Geschichte erzählen in der Mittagspause.
  • Fernsehzeit festlegen/begrenzen und über den Inhalt gemeinsam sprechen.
Im Haus:
  • springen auf einer Matratze, von Treppenstufe springen, hin und her springen.
  • rotzen, herumtollen, "Chäs-chere".
  • Bilderbuch anschauen, Geschichten und Märchen erzählen, Kinderalbum betrachten
  • einander gegenseitig massieren. Massagebälle verwenden oder Kirschensteinkissen auf den Körper legen. Etwas auf den Rücken malen und raten lassen was es ist.
  • Kneten (ev. selber herstellen), Malen (Farbstifte, Wasserfarben), aus Zeitschriften Bilder ausschneiden, Kleben, Auffädeln.
  • helfen kochen, Brot backen, tischen, Wäsche zusammenlegen, Früchte schneiden und Fruchtspiesse machen.
  • In Badewanne Wasser mit Behältern oder Flasche, Trichter umleeren.
  • Ein Schuhkarton/Gefäss mit weissen getrockneten Bohnen befüllen. WC Rollen und Gefässe dazu legen. Kind kann umleeren.
  • Memory spielen, Puzzlen.
  • Hütten bauen aus Wolldecken, Matten, Schachteln, Tücher, Stühle etc.
  • Körper nachmalen: Kind legt sich auf Packpapier und das Gegenüber malt die Umrisse nach. Kind ergänzt Augen, Mund, Nase, etc.
  • Parcours mit Kissen, Stühlen, Decken – Kind muss über verschiedene Untergründe gehen/kriechen.
  • Spiele mit Luftballons
  • Parkplätze oder Gehege mit Malerklebband auf Boden gestalten.
  • Kugelbahn aus Verbrauchsmaterial bauen
  • Plüschtiere verstecken und die Kinder suchen lassen.
  • Ein Theater einstudieren und aufführen (ev. aufnehmen und Gotti, Götti, Grosseltern
  • verschicken)
  • Gesellschaftsspiele spielen
  • Pflanzen eintopfen und pflegen
  • Kinderfragen gemeinsam googeln
  • Witze erfinden
  • Weihnachtsgeschenke jetzt schon basteln
  • Alltagsgegenstände in Sack/Schachtel ertasten und rausfinden, was es ist (wie Blinde Kuh)
  • Auf Packpapier ein riesiges Familienbild zeichnen
  • Mit Lego/Duplo den höchsten/stabilsten/kreativsten Turm bauen

Kontakt

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Oberdorfstrasse 9
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